• Neustart 2020 - Nachhaltig aus der Krise

    Die Corona-Pandemie offenbart grosse Schwachstellen in unserem Wirtschaftssystem. Es ist weder krisenresistent noch nachhaltig. Gleichzeitig zeigt uns die Krise auf, wie wertvoll lokale Strukturen und eine ressourcenschonende Wirtschaft sind. Für einen ökologischen Neustart für den Kanton Luzern brauchen wir Massnahmen, damit der Kanton Luzern und unsere Wirtschaft klimafreundlicher, gerechter und resistenter für globale Krisen werden.

  • Grundsätze einer nachhaltigen Wirtschaft

    Klimaschutz vorantreiben

    Nachhaltig investieren

    Nach der Corona-Krise müssen wir die Wirtschaft im Kanton Luzern wieder aufbauen. Nutzen wir diese Chance, um endlich wieder auf Klimakurs zu kommen: Fördern wir erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und eine grüne Landwirtschaft!

    Solidarisch handeln

    Gemeinsam aus der Krise

    Kurzarbeit, Entlassungen, unsichere Zukunft: Diese Krise trifft viele Menschen im Kanton Luzern sehr hart. Sorgen wir für mehr soziale Gerechtigkeit und dafür, dass sich auch die Reichsten im Kanton Luzern angemessen beteiligen. 

    Kreisläufe schliessen

    Reduce, Reuse, Repair, Recycle!

    Unsere Wirtschaft funktioniert aktuell nach dem Wegwerf-Prinzip. Kein Land produziert pro Kopf so viel Abfall wie die Schweiz. Der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft im Kanton Luzern bedeutet, dass wir die Ressourcen-Kreisläufe schliessen.

    Entschleunigung ermöglichen

    Lieber besser statt mehr!

    Die Corona-Krise zeigt uns allen, was wirklich entscheidend ist: Lokale Strukturen, gute Gesundheit und Zeit in der Natur. Fördern wir nach dieser Krise Entschleunigung statt blindes Wachstum.

  • Video: Neustart 2020

  • Unsere Forderungen

    Reden wir Klartext: Damit wir nach dieser Krise den Neustart mit einer nachhaltigen und krisenresistenten Wirtschaft im Kanton Luzern schaffen, brauchen wir politische Veränderung. Wir müssen Geld anders investieren und klare Rahmenbedingungen festlegen. Darum fordern wir ein Neustart-Programm für den Kanton Luzern. Lernen wir aus dieser Krise, und fallen nicht in die selben alten Muster vor Corona zurück.

  • Klimaschutz vorantreiben

    Verkehrsberuhigung auch nach Corona (dringlich)

    Während des Shutdowns fuhren viel weniger Autos auf den Luzerner Strassen. Es gab weniger Lärm, Stau und Abgase, dafür mehr Platz und Lebensqualität für den Langsamverkehr. Der Regierungsrat soll prüfen, wie die Strassen im Kanton Luzern auch nach der Krise verkehrsberuhigt werden können.

    Mehr Platz für Velos auf der Seebrücke

    Gut für die Gesundheit und fürs Klima: Während dem Shutdown fährt die ganze Schweiz Velo. Sorgen wir dafür, dass auch nach der Krise genug Platz für die Drahtesel besteht. Zum Beispiel mit einer durchgängigen Spur für den Langsamverkehr auf der Seebrücke

    Pendlerabzug reduzieren

    Die Corona-Krise zeigt, dass Home-Office funktionieren und so viel Verkehr vermieden werden kann. Mit dem Pendlerabzug fördern wir aber genau diesen Pendler-Verkehr. Darum fordern wir, dass der Pendlerabzug von 6'000.- auf 3'000.- reduziert wird.

    Erneuerbare Energien fördern

    Statt nach der Corona-Krise wieder in eine umweltschädliche, fossile Wirtschaft zu investieren, brauchen wir mehr Geld für saubere Energien. Darum fordern wir eine Erhöhung der Fördermittel für erneuerbare Energien auf jährlich 5 Millionen. Gemeinsam mit den Bundesbeiträgen gibt das pro Jahr 20 Millionen für erneuerbare Energien im Kanton Luzern!

    Regionale Landwirtschaft fördern

    Wir alle haben in der Krise gesehen, wie wichtig regionale und gesunde Lebensmittel sind. Darum fordern wir, dass Kantinen im Kanton Luzern in Zukunft nur noch regionale und biologische Lebensmittel anbieten. So unterstützen wir die nachhaltige Landwirtschaft in der Region und stärken den Klimaschutz.

  • Solidarisch handeln

    Kurzarbeit für kleine Einkommen erhöhen (dringlich)

    Durch die Kurzarbeitsentschädigung ist vielen Menschen in der Krise geholfen. Der Kanton Luzern soll denjenigen helfen, die durch die Maschen fallen und die Kurzarbeitsentschädigung für tiefe Einkommen auf 4'000.- erhöhen.

    Gagenunterstützung für Kulturschaffende (dringlich)

    Grosse Menschenansammlungen werden wohl auch lange nach dem Shutdown nicht möglich sein. Besonders hart trifft das die Kulturbranche. Der Kanton Luzern soll hier einspringen und bei kostenlosen Konzerten für die Gagen der Musiker*innen aufkommen.

    Grundeinkommen einführen

    Viele Menschen mit tiefem Einkommen trifft diese Krise besonders hart. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte hier schnell und unkompliziert Abhilfe schaffen. Hierzu wollen wir von der Regierung Antworten.

    Weiterbildungen für Arbeitnehmende fördern

    Die Corona-Krise wird den Strukturwandel in der Wirtschaft weiter beschleunigen. Viele Menschen drohen ihre Arbeit zu verlieren. Der Kanton muss diesen Menschen helfen und ihnen Weiterbildungen in andere Gebiete ermöglichen.

    Schuldenbremse lockern

    Die Krise bringt unseren Finanzhaushalt in Schieflage. Statt die Bevölkerung und Wirtschaft in dieser Lage mit Sparübungen weiter zu schwächen, müssen wir die starre Schuldenbremse lockern.

    Keine Dividenden bei Kurzarbeit

    Zuerst Kurzarbeit beantragen und danach Dividenden an die Aktionär*innen ausschütten? Das geht nicht. Wer in der Corona-Krise von staatlicher Hilfe profitierte, soll keine Gewinne an Private ausschütten.

  • Kreisläufe schliessen

    Nachhaltige Beschaffung durch den Kanton

    Der Kanton Luzern soll seine öffentlichen Beschaffungen (Verwaltung, etc.) nach ökologischen und sozialen Kriterien gestalten. Das forderten wir bereits im Jahr 2019 im Rahmen der Klima-Session.

    Kunststoffabfälle reduzieren und recyclen

    Mit zwei Vorstössen forderten wir im Rahmen der Klima-Session, dass der Kanton Luzern seine Kunststoffabfälle reduzieren soll - und gleichzeitig flächendeckendes Plastik-Recycling anbieten soll.

  • Entschleunigung ermöglichen

    Lokaler Tourismus unterstützen (dringlich)

    Der Regierungsrat unterstützt das Marketing des Luzerner Tourismus mit 700'000 Franken. Diese Werbegelder sollen ausschliesslich für einen ressourcenschonenden und längerfristigen Tourismus eingesetzt werden - insbesondere auf dem Land. Nutzen wir die Chance dieser Krise für einen anderen Tourismus im Kanton Luzern.

    Fussgängerverkehr aufwerten

    Mit digitalen Lösungen, zum Beispiel bei den Ampelsystemen, fördern wir den Fussgängerverkehr. So reduzieren wir unnötigen Autoverkehr auch nach der Krise.

    Home-Office ermöglichen

    Was vor der Krise für viele Arbeitgebende als unmöglich galt, war plötzlich Realität: Millionen von Arbeitnehmenden im Home-Office. Der Kanton Luzern soll darum prüfen, wie Home-Office in der Verwaltung und Privatwirtschaft auch nach der Krise ermöglicht werden kann.

  • Was bisher geschah

    Bereits im Rahmen der Klima-Session im Juni 2019 haben wir für mehr Entschleunigung, Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und Solidarität gekämpft. Hier eine kurze Übersicht einiger Vorstösse. Die komplette Übersicht findest du unter klima-plan.ch

    Gebäude CO2-neutral heizen

    Das Ziel muss sein, möglichst bald fossile Heizungen aufzugeben und durch erneuerbare zu ersetzen. Nur so können wir im Gebäudebereich zu einer sichtbaren Verringerung des CO2-Ausstosses beitragen.

    Happy Planet Index

    Statt die Stärke unserer Wirtschaft nur am Wachstum zu messen (BIP), braucht es eine gesamtheitliche Betrachtung: Wie entwickelt sich die Lebensqualität der Bevölkerung, wie ökologisch ist unsere Wirtschaft?

    Plastik-Recycling einführen

    Der Regierungsrat wird aufgefordert, das Sammeln und das Recycling von Kunststoffabfällenim Kanton Luzern einzuführen.

    Moratorium Strassenbau

    Mehr Strassen bedeutet mehr Verkehr: Deshalb soll der Kanton Luzern in den nächsten 10 Jahren keine neuen Strassen für den Individualverkehr bauen und stattdessen den öV und das Velonetz stärken.

    Förderung Velonetz

    Der Kanton Luzern soll bis 2030 ein lückenloses Radroutennetz mit Velostrassen, Velobahnen und Velowegen im ganzen Kanton erstellen. Sämtliche wichtigen Zentren und Wohngebieten sollen bequem und sicher per Rad erreichbar sein.

     

    Netto Null bis 2030